Dokumentarfilm über Shi Xing Long
Roger Stutz, mit buddhistischem Name Shi Xing Long, ist einer der wenigen Europäer, der einen unverfälschten und direkten Einblick in die Welt des Shaolin Kung Fu erhalten hat. Roger Stutz pendelt zwischen zwei Welten: Schweiz und China und beschäftigt sich intensiv mit den buddhistischen Wurzeln des Shaolin Kung Fu. Die Kamera begleitet ihn in diesen zwei unterschiedlichen Kulturen und versucht eine Annäherung an den Menschen und Kung Fu Meister. Der Film zeigt dabei ein authentisches Bild vom sagenumworbenen Shaolin und beleuchtet den Weg von Roger Stutz.
Sein Umfeld, seine Rück- und Schicksalsschläge, seine Reisen und die aussergewöhnliche Beziehung zu seinem Meister haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist. der Film beleuchtet das Leben von Roger Stutz aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt auch seinen Meister, Verwandte und Freunde zu Wort kommen.
Wir durften mit Claudio Brentini, dem Regisseur, ein Interview führen.

Ein Dokumentarfilm über das Leben und Wirken von Shi Xing Long – was sind die Hintergründe?
Shi Xin Long kennen uns seit vielen Jahren. In dieser Zeit haben wir immer wieder mal über Projekte nachgedacht. So entstand auch das Buch „Die Tugenden des Shaolin Kung Fu“. Für mich war bald schon einmal auch ein Dok-Film ein Thema. Die Vorbereitungen dazu dauerten aber einige Jahre. 2017 dann starteten wir mit den Dreharbeiten bei einem vierwöchigen Aufenthalt in China.
Was ist Shi Xing Long für ein Mensch? Welche Beziehung habt ihr zueinander?
Genau diese Frage, nämlich was Shi Xing Long für ein Mensch ist, was hat ihn zum dem gemacht, wer er heute ist, interessiert mich für den Film. Es geht um den Menschen hinter dem Kung Fu Meister. Es hilft dabei natürlich, dass ich Roger nun relativ gut kenne und wir, so glaube ich sagen zu dürfen, Freunde sind. Auch die Arbeit am Buch hat uns noch näher zusammengebracht. Daher weiss ich einiges und kenne auch seine Familie gut. Ich glaube, dass ist auch der Grund, warum er mich mit der Kamera so nah an sich heran lässt und dabei auch Gefühle zeigt, wie beim Besuch beim Grab seiner Mutter.

Was erwartet den Zuschauer?
Ein Dokumentarfilm mit echten, berührenden Momenten, mit wunderschönen Aufnahmen, mit viel Nähe zum Menschen Shi Xing Long und seinem Umfeld. Es wird kein spektakulärer, reisserischer Film, das würde nicht zu ihm passen, sondern ein ruhiger Film mit sehr unterschiedlichen Aspekten aus seinem Leben. Dabei kommen auch einige Menschen aus seinem Umfeld zu Wort, so zum Beispiel sein Vater aber natürlich auch sein Meisterschüler Thomas. Zudem sehen die Zuschauer, wie Shi Xing Long in China trainiert, mit seinem Meister diskutiert, wie er dort seine Zeit verbring.
Welches sind die grössten Hürden, welche im Wege stehen?
Leider die Finanzen. Leider darum, weil es ja immer ums Geld geht. Die Produktion ist fast im Kasten, jetzt geht es um die Postproduktion, also der Schnitt, die Vertonung, die Nachbearbeitung des Tons in einem Studio und so weiter. Das kostet sehr viel Geld wenn man ein professionelles Ergebnis haben möchte – und wir möchten dies unbedingt. Es wäre für den enormen Aufwand schade, nun hier zu sparen. Darum suchen wir Menschen, welche dieses Projekt unterstützen. Die Infos dazu gibt es auf der Seite www.shaolin-film.ch

Welcher Moment im Zusammenhang mit dem Film hat dir den Atem geraubt?
Es sind jene Momente, in denen ich Shi Xing Long ganz nah und echt erlebt habe. Wie beim Grab bei seiner Mutter, wo er den Tränen nah war. Solche Momente gab es einige und man merkt sofort, dass dies echt ist. Kein Spiel, keine Rolle, sondern einfach nur Roger Stutz. Genau das habe ich gesucht. Es sind also die kleinen, feinen, berührenden Momente und ich bin überzeugt, die Zuschauer werden dies auch spüren.

Was sind die nächsten Schritte und wann dürfen wir den Film live sehen?
Wir werden im Juni zum zweiten Mal nach China reisen und nochmals an wunderschönen Orten Aufnahmen machen. Dann folgen noch einzelne Aufnahmen in der Schweiz, zum Beispiel mit seiner Familie. Anschliessend beginnt im Herbst die Postproduktion. Hier hängt aber vieles davon ab, wieviel Geld wir zusammenbringen können. Dies definiert dann, wieviel Aufwand wir in die Nachbearbeitung stecken können. Schliesslich müssen hier Profis engagiert werden. Das Ziel ist Sommer 2019. Die Premiere werden wir in einem Kinosaal durchführen.
Claudio Brentini, wir danken dir für deine ehrlichen Antworten.
Alles über das Projekt erfährst du hier.