Roland – 48h Shaolin
Rolands Reise in die Shaolin Tradition kann man als „Sprung ins kalte Wasser“ bezeichnen. Er hat sein Leben lang nie Sport gemacht und hatte auch keinen Bezug zu Shaolin.
Er meldete sich gleich für ein eintätiges Schweigeseminar an. Acht Stunden meditieren, vier Stunden sitzen, einen Tag schweigen. Dies hat ihm so zugesagt, dass er gleich noch tiefer eintauchen wollte.
Roland (45 Jahre) ist zuständig für den Einkauf bei der Zaugg AG. Mit seiner Familie wohnt er in einem schönen Chalet in Ebikon – die letzten 48 Stunden hat er sich als Wochenendaufenthalter mit allem rund um die Shaolin Kunst befassen dürfen.

Wir durften ihm ein paar Fragen stellen:
Roland, wie bist du auf uns gekommen?
Die Meditation hat mich schon immer fasziniert. Ich möchte wissen was dahinter steckt. Auch habe ich die Showmönche im Fernseher gesehen. Ich wollte aber noch tiefer gehen.
Dann habe ich einen Zeitungsbericht über das Buch von Roger gelesen. Anschliessend habe ich mich auf eurer Website erkundigt und gleich für ein Meditationsseminar angemeldet. Das war echt sehr eindrucksvoll. Als ich dann auf der Homepage sah, dass ihr auch Wochenendaufenthalte anbietet, dachte ich: „Woow, da kann man innerhalb von 48h Stunden einen Einblick in alles erhalten.“ Ich wollte gerne alles sehen.
Wie würdest du einem Aussenstehenden beschreiben, was du hier erlebt hast?
Diese Erfahrung kann man nicht in Worte fassen, das ist nicht möglich. Man kann es nicht rüberbringen. Es ist sehr schwierig zu beschreiben, was sie alles auslöst.
Es ist wie eine andere Welt hier. Es ist wahrlich ein Ort der Ruhe. Die Leute strahlen Ruhe aus, Hektik findest du hier nicht. Ich habe auch völlig das Zeitgefühl verloren. Die Zeit bleibt wie stehen, sie hat einfach nicht so eine Bedeutung.
Ich habe mich gefragt, was Shaolin ist. Es ist viel mehr als nur „push, push“. Jede Bewegung hat einen Sinn. Du arbeitest mit dir selbst. Die Shaolin Tradition ist sehr geschichtsträchtig und vielfältig. Man kann hier echt gut in seine Mitte kommen. Ich glaube, das suchen die meisten Menschen. Ich denke, dass sobald du in deiner Mitte bist, du auch etwas anderes austrahlst. Die Leute merken, dass du deinen Weg gehst – physisch, wie psychisch.
Zudem habe ich hier sehr gut gegessen. Die Mahlzeiten sind vegetarisch und ich habe das Fleisch nicht einmal vermisst.

Wie sind die Leute hier?
Respektvoll, sehr respektvoll – Ich hatte nie das Gefühl, dass ich der Neue bin, keiner von euch zu sein. Es fühlte sich so an, als wäre ich schon ewig hier. Wenn du hier etwas nicht korrekt machst, wirst du nicht schief angeschaut. Niemand schreit herum oder eilt hektisch von einen zum anderen Ort. Alles ist sehr familiär. Wenn du dich einmal zurückziehen möchtest, ist auch das kein Problem.
Man kann hier einfach sich selbst sein.
Die Räumlichkeiten sind gross und nicht überstellt. Das löst eine angenehme Ruhe aus. Die Lage mit Blick auf den Pilatus, dem Bach im Hintergrund und dem Wald ist einmalig. Der Ort schenkt einem Wohlbefinden.
Und was war das Highlight?
Das Sanda Training (Vollkontakt) – Ich habe noch nie in meinem Leben zugeschlagen oder gekämpft. Ich möchte ja niemandem weh tun. Als Dominik sagte, dass dies auf dem Programm war, dachte ich schon: „Uiuihui“. Am Schluss habe ich mir sogar gewünscht, dass wir am Sonntag nochmals Sanda machen.
Dieses Training war unglaublich. Dieses Gefühl, die eigene Hemschwelle zu überwinden und einmal trauen zu schlagen, war eindrücklich. Man spürt einmal richtig seinen Körper und was da eigentlich für ungenutzte Energien in einem stecken. Eine solche Erfahrung habe ich noch nie gemacht. Du kannst dein Ich überschreiten. Das setzt enorme Energien frei.
Das alles ist natürlich nur möglich, wenn man das unter sehr kontrollierten Bedingungen macht und nur sehr langsam und sanft vorwärts schreitet. Wenn man das unter solchen Umständen machen darf, wie ich es machen durfte, dann hast du deinen Erfolg. Nach solchen Erfahrungen ist man weniger ängstlich. Ich glaube Ängstlichkeit ist ein Thema für viele Leute. Zudem kann man beim Sanda richtig auspowern und es ist weniger komplex als Kung Fu.
Weiter hat mir das Qi Gong super gefallen. Diese fliessenden Bewegungen, während alles ineinander über geht, gibt einem grosse innere Ruhe. Wenn man so in den Tag starten kann, ist das sensationell. Du kannst gleich vom Hektik des Alltags Abstand nehmen und diese Ruhe möglichst lange mitnehmen.

Wie war das, während 48h einen persönlichen Lehrer an der Seite zu haben?
Sehr, sehr positiv!
Im Internet wird geschrieben, dass Wünsche berücksichtigt werden. Jetzt weiss ich, was damit gemeint ist. Dominik hat den ganzen Unterricht voll auf mich angepasst. Er hat immer wieder gefragt, was meine Wünsche sind, ist absolut flexibel darauf eingegangen und hat das Programm auf meine Bedürfnisse angepasst.
Er ist sehr zuvorkommend. Ich habe mich hier nie alleine gefühlt und konnte mich gleichzeitig frei bewegen. Die zwei Tage mit ihm waren wundervoll – er ist ein richtiger Familienmensch. Ich konnte ihn alles fragen und er hatte immer eine Antwort bereit.
Ich genoss die Trainingseinheiten sehr. Gleichzeitig war es auch einfach schön, ab und zu zusammen ein Kaffee in der Sonne zu trinken und über Gott und die Welt zu plaudern.
Seine Leidenschaft und Passion stecken an. Ich konnte teilweise echt über mich hinauswachsen. Das sind Erfahrungen, die nimmst du in den Alltag mit. Ich glaube, man wird widerstandsfähiger und gesünder. Du betrachtest Dinge anders. Du regst dich nicht so schnell auf und kannst in brenzligen Situationen Gelassenheit wahren.
Wem würdest du einen solchen Wochenendaufenthalt empfehlen?
Allen!!!
Irgendwie allen und am liebsten Skeptikern. Seine Bewertungen und Vorurteile versperren ihm vielleicht viel.
Was kann er hier finden?
Etwas, das er noch nicht weiss, dass er es hier findet. Du wirst dich selbst anders spüren.

Was macht dieses Wochenendangebot so speziell?
Ein solche Möglichkeit, dass du dich ein Wochenende lang voll mit der Shaolin Kultur beschäftigen darfst, ist selten. Du kannst in kurzer Zeit einmal in alles eintauchen. Du siehst wirklich einmal alles. Für mich ist Shaolin wie eine Kugel mit vier Teilen – Kung Fu, Sanda, Qi Gong, Meditation. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass mir Sanda gefällt. Du wirst die ganze Zeit persönlich betreut und es wird auf dich eingegangen.
48h Shaolin Kultur – wie geht es jetzt weiter?
Die Shaolin Kunst wird mich sicher weiter begleiten. Ich weiss allerdings noch nicht in welchem Rahmen. Nun lasse ich erstmals diese intensive Zeit setzten. Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen einmal ins Sanda Probetraining vorbeikommen.

Roland, was möchtest du uns noch mitteilen?
Danke!
Das war eine echt tiefgreifende Erfahrung. Ich konnte der Hektik des Alltags völlig entfliehen und werde in Zukunft Sachen anders wahrnehmen.
Lieber Roland, auch wir danken dir für deine Zeit hier. Mit deiner Offenheit gegenüber Unbekanntem und deiner Begeisterungsfähigkeit fiel es uns leicht, dich gleich als Teil unserer Kung Fu Familie zu sehen. Du bist ein Mensch mit einem grossen Herzen.
Möchtest auch du ein Wochenende oder gar länger in die Welt des Shaolins eintauchen? Finde alle nötigen Infos unter Weekend-und Wochenaufenthalte.