Monika Stirnimann – Eine Trainingswoche im Shaolin Chan Tempel Luzern
Vom 15. bis 19.Oktober 2018 hat Monika Stirnimann zusammen mit Stefanie Burri (Lin Yue) sich eine Trainingswoche im Shaolin Chan Tempel gegönnt.
Die beiden haben sich für Tagesaufenthalte entschieden, bei welchen sie vom Morgen bis am Abend an der Schule trainieren und dann am Abend wieder nach Hause gehen. Inputs erhielten sie in Form von Privatunterricht. Diese Form von Trainingsaufenthalt bietet grosse Flexibilität in der Gestaltung der Schwerpunkte und des Tagesablaufes, fordert aber auch eine grosse Selbstdisziplin.

Moni als erstes, wie lange machst du schon Kung Fu und warum?
Ich mache seit 11 Jahren Kung Fu. Körperliches und mentales Training ist für mich der perfekte Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag.
Du hast dich entschieden, eine Trainingswoche zu bestreiten. Warum diese Form des Trainings?
Mir war wichtig, meinen Trainingstag selber einteilen zu können. Ich wollte neben Kung Fu auch noch Meditation, sowie Qi Gong integrieren. Ich trainiere gerne im Tempel, da mich die positive und ruhige Atmosphäre sehr anspricht und man wertvolle Begegnungen mit interessanten Menschen hat.

Wie sah dein regulärer Tagesablauf während dieser Woche aus?
Am Morgen begann ich mit Meditation und danach ging es weiter mit Qi Gong. Danach folgte das Selbststudium. Dieses bestand meist aus Taolus und Ji Ben Gong. Das Wetter war in dieser Woche sehr schön und warm, ich trainierte immer draussen. Vor dem Mittag machte ich meistens noch einen Waldspaziergang, um den Kopf frei zu kriegen. Am Nachmittag hatte ich Privatunterricht bei Shifu. Von ihm bekam ich wertvolle Inputs und arbeitete danach weiter an den Waffenformen. Zum Tagesabschluss folgte noch einmal eine Meditation und Dehnungsübungen.

Welche Schwerpunkte hast du dir für diese Woche gelegt oder hast du dir Ziele gesetzt?
Mein Schwerpunkt war, mich bewusst und konzentriert mit dem Thema Kung Fu auseinanderzusetzen. Was will ich und wie gehe ich in Zukunft weiter. Ich bin ja nicht mehr die Jüngste. Mein Ziel war, mit dem Dao (Säbel) abzuschliessen; was mir am Ende der Woche dann auch gelang und für mich ein kleiner Erfolg war.
Rückblickend, was war besonders wertvoll für dich, oder welche Situationen haben dich weiter gebracht?
Besonders wertvoll war, dass ich konzentriert und fokussiert in meinem Tempo trainieren konnte. Trotz Training konnte ich locker und entspannt jeweils die Tage starten und hatte keinen Druck. Am Ende der Woche fühlte ich mich erholt und hatte wieder mehr Energie.

Möchtest du noch abschliessend etwas sagen?
Kung Fu ist für mich nach wie vor sehr inspirierend, stärkt meinen Körper und meine Seele. Dies integriere ich im Alltag und es hilft mir unter anderem, persönlich weiterzukommen.

Moni, vielen herzlichen Dank für das kleine Interview und wir wünschen dir weiterhin sehr viel Spass im Training..!
Das Interview wurde von Stefanie Burri (Lin Yue) durchgeführt. Wir danken ihr für das tolle Engagement.