Löwentanz – Ein Spektakel auf vier Beinen – Seline Lötscher
Hast Du dich schon immer gefragt, was es mit dem Löwentanz auf sich hat und wer diesen überhaupt macht? In dieser Interviewserie geht es darum, Dir diese Fragen zu beantworten.
Heute dürfen wir Seline ein paar Fragen stellen. Seline praktiziert seit Oktober 2012 im Shaolin Chan Tempel Kung Fu und ab 2014 dürfen wir sie auch zum Löwentanzteam zählen. Damit gehört sie schon fast zu den Löwentanzveteranen.

Seline, du hattest am Mittwoch, 21. November 2018, wieder einmal einen Auftritt vor vielen Leuten, da Kuoni einen Anlass im Tempel durchgeführt hat. Sind solche Auftritte mit besonders vielen Zuschauern für dich Routine?
Das kann man so sagen, ja. Ich durfte schon bei unzähligen Auftritten mitwirken und seit ich an unserem Jubiläum am 12.12.2015 vor ca. 800 Zuschauern getanzt habe, ist das eigentlich kein Problem mehr.
Du bist einer der Löwenköpfe. Wie erweckst du damit den Löwen zum Leben?
Ich versuche mit Mimik und grossen Bewegungen des Löwenkopfes den Löwen möglichst echt aussehen zu lassen. Hierbei spielt auch das Zusammenspiel mit dem Tanzpartner eine grosse Rolle. Vorder- und Hinterteil müssen zusammen harmonisieren.

Die Tänze sehen immer sehr harmonisch aus. Habt ihr eine Art Choreographie oder woher wisst ihr, wann ihr was machen müsst?
Genau, wir haben verschiedene Tänze für unterschiedliche Anlässe einstudiert. So weiss jeder Tänzer genau, was er machen muss. Mein Favorit ist der «Mariotanz», welcher immer mit zwei Löwen getanzt wird; nicht immer ganz einfach, da die Löwen absolut synchron tanzen müssen.
Wie bereitest du dich auf die Auftritte vor?
Ich bin auch gerne mal etwas nervös vor einem Auftritt. Dann versuche ich mich zu entspannen. Ich übe die Choreographie regelmässig, gehe sie auch öfters im Kopf durch. Und die regelmässigen Trainings helfen mir auch dabei, dass ich gut vorbereitet bin.
Wie oft trainierst du und was macht ihr in den Trainings?
Wir haben vier offizielle Trainings im Jahr. Nebenbei trainieren wir Tänzer noch mehrmals im Monat zusammen oder spezifisch auf einen Auftritt hin. In den Trainings wird verschiedenes angeschaut. Choreographie, Sprünge, Mimik und Kraft. Auch werden die Tänze anhand von Videos analysiert und besprochen. Ich trainiere ferner regelmässig Kraftübungen zu Hause, vor allem in den Armen, Rücken und Beinen für die Sprünge. So kann ich auch das Verletzungsrisiko minimieren.

Im Kung Fu hattest du einmal eine Pause eingelegt – den Löwentanz konntest du dabei aber nicht ganz lassen. Was gefällt dir dabei am besten?
Ich bin gerne an Auftritten und es bereitet mir grosse Freude, den Leuten ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Der Löwentanz wird traditionell jedes Jahr zum Neujahrsfest der Chinesen ausgeführt, aber dient auch bei Einweihungen oder bedeutenden Ereignissen als Glück bringendes Ritual. Ich verbreite einfach gerne Glück 🙂 Aber ich bin vor allem auch geblieben wegen dem tollen Team.
Und zu guter Letzt, noch ein Schlusswort von dir:
Ich hoffe ich kann noch lange im Löwentanzteam mitwirken und bin froh, so tolle und aufgestellte Leute auch zu meinem Freundeskreis zählen zu dürfen. E mi tuo Fo.

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Die Interviewserie zum Thema Löwentanz wurde von Franziska Hansen initiiert und durchgeführt. Wir danken ihr für das tolle Engagement.